Donnerstag, 06.10.2022 21:25 Uhr

Österreichische Ordenskonferenz 2021

Verantwortlicher Autor: Schura Euller-Cook Wien, 30.07.2022, 17:30 Uhr
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Wien [ENA] Die Statistik der österreichischen Ordenskonferenz 2021 zeigt, was schon länger bekannt war, dass der Zulauf zu Ordensgemeinschaften stagniert, sodass das reiche Erbe an Klöstern, Kirchen und Einrichtungen der katholischen Kirche von einer relativ kleinen Gruppe von Ordensmitgliedern beseelt und verwaltet werden muss. Dazu wurde bei einer Pressekonferenz in Wien die Summa 2021 "gemeinsam, stärker, lauter"vorgestellt.

Damit wurde auch einigermaßen ein Einblick in die Struktur der Orden ermöglicht. So gibt es 87 Orden in denen 1.488 Priester und Brüder leben und 106 Frauenorden mit 2.822 Schwestern, wobei ihr Anteil der über 75jährigen mit 1.778 besonders hoch ist. In 218 Ordensschulen werden 52.000 Schüler*innen unterrichtet und ca. 300 Ordensangehörige arbeiten im Bildungsbereich. Es gibt 23 Ordensspitäler in Österreich mit 8.000 Betten in denen 230 Ordensangehörige arbeiten. In der Pfarrseelsorge sind 600 Ordensmänner und 70 Ordensfrauen tätig. In 500 Archiven und Bibliotheken finden sich ungefähr 4 Millionen Bücher und 26 Exerzitien-und Bildungshäuser laden zur spirituellen Weiterbildung zu Themen wie Schöpfungsverantwortung und Nachhaltigkeit ein.

So erzählt der Steyler Missionar P. Franz Helm auch von seinem Engagement gemeinsam mit den Jugendlichen von "Fridays for Future" gegen den Bau der Wiener Stadtstraße in der Lobau. Auch Sr. Gudrun Schellner von den Franziskanischen Schwestern setzt sich in ihrer Gemeinschaft für den Klimaschutz ein. Das Jahresmotto "wach.einfach.gemeinsam" steht auch für eine Neuorientierung und Übersetzung der Gelübde Gehorsam, Armut, Ehelosigkeit nach denen Ordensleute traditionell leben und soll auf einfache und verständliche Weise ihren Lebensweg näherbringen. Die Österreichische Ordenskonferenz als Vereinigung der Männer-und Frauenorden, erlangte am 8.12.2019 per vatikanischen Dekret Gültigkeit.

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